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Geschichte Hof Havemann
Auf dem Hof arbeiten und wohnen Julia Isabel und Rouven Obst mit Tochter Alma Maria sowie Johann Sebastian, letztere geboren in den Jahren 2008 und 2010 in Brüsenhagen auf dem Gehöft.
Schätzungsweise aus den Jahren 1850 - 1890 sind die Gebäude des Hofes, erbaut von der Familie Havemann. Das Wohnhaus, etwa füfnzig Meter von der Straße zurückversetzt, ist ein Ziegelsteinbau, die Innenmauern mit Lehmsteinen, auf einem Feldsteinsockel ruhend. Das gesamte obere Geschoss wurde in Fachwerk-Ständer-Bauweise ausgeführt. Die ursprüngliche Raumaufteilung ist in großen Teilen erhalten geblieben.
Zwischen den Jahren 1945 und 1989 wurde das Haus von der Gemeinde genutzt und noch bis in das Jahr 2005 wurden drei Wohneinheiten vermietet. Jahrzente wurde das linke Erdgeschoß als Gemeinde- und Kulturräumlichkeit genutzt, in den 90ern war für einige Jahre eine Gaststätte hier beheimatet und von 1998 bis 2009 gab es hier einen Jugendclub.
Die Nebengebäde, ein großer Stall von gut vierzig Metern Länge mit einer reich verzierten Straßansicht und eine wunderschöne, rustikale Eichenfachwerkscheune mit Kornspeicher, wurden 1945 in drei Siedlerstellen unterteilt. So hat bis 1968 im massiven Stallbau zur Straße hin die Familie Geschwentner gewohnt und eine Landwirtschaft betrieben. Nach Umsiedelung wurde der gesamte Stall umgebaut und für die Milchkuhhaltung der örtlichen LPG in Vehlow hergerichtet.
Von der Scheune ist lediglich die hintere Hälfte erhalten geblieben. Das Schleppdach des Stalles konnte im Jahre 2009 saniert werden und die Scheune wurde freigelegt, mit Dachrinne zum Schutz der Gefache versehen und als Werkstatt des Hofes in Nutzung genommen. Der Stall dient zur Zeit als Lager für Baumaterialien, das Heu der Grünlandernte und als Traktor- und Maschinenhalle.
Der ehemalige Schweinestall hinterm Wohnhaus gelegen, welcher ebenfalls nur noch als halbierter Baukörper vorgefunden wurden, wurde 2009 als Heizschuppen umgenutzt. Eine moderne und effiziente 1-Meter-Scheitholz-Holzvergaser-Heizung der Fa. Herlt aus Waren an der Müritz mit 10.000 Litern Pufferspeicher dient fortan mit viel Komfort der Heiz- und Warmwasserversorgung von Haus und Hof. Geheizt wird mit Holz aus der nächsten Umgebung, so erstreckt sich im Anschluss an die Rückseite des Gehöftes das Waldgebiet Kolreper Berge mit Hirsch- und Mufflonbeständen, sowie aus eigener Wirtschaft. Konsequenterweise pflanzen wir jährlich eine große Anzahl von Bäumen auf unseren Flächen nach.
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